Verlage vertreiben Autoren durch unfaire Konditionen im ebook Segment

Im Rahme einer Investor Präsentation werden die Autoren Konditionen für Hardcover und Ebooks von HarperCollins verglichen.
Die Kalkulation ist stark umstritten und gilt als zu sehr vereinfacht und stellt das eBook als kostenloses Addon dar.

„Eine gefährliche Strategie der Verlage, verweist Autor Nick Harkaway warnend auf die Selfpublishing-Optionen der Autoren. Mit ihren „unfairen Konditionen“ würden die Verlage sicherlich einige Autoren dazu treiben, ihre E-Books auf eigene Faust herauszubringen – zum Schaden der Verlage.“

Kommentare als Reaktion auf den Artikel zeigen das tatsächliche Bild der Autoren in Deutschland

„Wie schon im Beitrag angesprochen, ist die Kalkulation von HarperCollins zutiefst unseriös. Der Posten „Manufacturing Costs“ wird mit 0 angesetzt – das ist natürlich Quatsch. Zudem ist die Aussage, dass Autoren beim Hardcover 30 Prozent des Verlagserlöses (=12-15% Ladenpreis) kassieren, ziemlich abwegig – auch in den USA sind die Honorarsätze im Schnitt auf dem Niveau wie bei uns, was in etwa 15-20 Prozent des Verlagserlöses (=7-10% Ladenpreis) entsprechen würde.“

„Die Berechnung ist reines Marketing für Investoren und hat mit der Wirklichkeit NICHTS zu tun. Herstellkosten = 0 und weglassen von Marketing und Distribution? Kann gar nicht passen. Auch das komplette Umlegen aller Kosten auf die Print-Ausgabe(n) … . Die Tantiemen sind völlig überzogen – 25% (oder gar 30) vom Print bekommen die allerwenigsten Bestseller-Autoren, jeder normale Autor sitzt doch zwischen 6 und 15%. Im eBook geht es auch für „normale“ Autoren auf 25% und das ist dann eine echte Steigerung – die aber auch schon so bezahlt wird.
Da hat HarperCollins niemandem einen Gefallen mit dieser Verzerrung getan.“

buchreport.de, thebookseller.com (englisch)

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Random House sucht Nähe zum Leser und gründet die Online-Plattform „Bookmarks“

Random House launcht in Großbritannien seine Online Plattform Bookmarks. Auf Bookmarks  sollen die Nutzer an regelmäßigen Umfragen, Abstimmungen und Diskussionen zu verschieden Themen rund ums Buch teilnehmen. Die Ergebnisse der Aktivitäten dient Random House dazu, mehr über seine Kunden und deren Nutzerverhalten zu erfahren. Im Gegenzug werden die Teilnehmer der Plattform mit Vorableseproben, kostenlosen Büchern und Gewinnspielen belohnt. Diskussionsgruppen sollen auch ausserhalb der Online-Welt unter der Teilnahme von Random House Mitarbeitern weitergeführt werden.

In den USA wurde von Random House die Facebook App Booksout eingeführt und ist am Empfehlungsportal Bookish beteiligt.

buchreport.deboersenblatt.netbertelsmann.de, bookmarks-Website 

Barnes & Noble zieht sich aus dem Tablet Business zurück und konzentriert sich auf eReader

B&N konzentriert sich in Zukunft auf den hauseigenen eReader und gibt die eigene Produktion von Nook Tablets auf. Die Tablet Sparte hat die Unternehmenszahlen massiv negativ beeinflusst und ist extrem wettbewerbsintensiv. B&N kündigt an den Markt für Tablet Geräte in Zukunft mit einem Partner aus der Elektronikbranche zu bedienen.

paidcontent.org

Tablet-Markt wächst 2013 um 68%

Tablet-PCs zeichnen sich durch den Vorteil der mobilen Nutzungmöglichkeit auch als eReader Ersatz aus. So konkurriert der Absatz von eReader mit dem der Tablet-PCs. Mit steigenden Absatzzahlen, gleich in welchem Segment, wird die Durchdringung von eBooks weiter gefördert.

Gartner prognostieziert für 2013 ein Wachstum im Tablet-Markt von 120 auf 202 Mio verkaufte Geräte weltweit. In 2014 wird eine weitere Steigerung um knapp 37% auf 276 Mio. verkaufte Geräte erwartet.

gartner.com, zdnet.de