Das Rockefeller-Prinzip von Jeff Bezos

Jeder Mensch, der dein Öllämpchen besitzt, wird es benutzen. Jeder der es benutzt, verbraucht Öl. Auf gewisse Art und Weise, erinnert die Subventionsstrategie des Kindle stark an ein das Rockefeller-Prinzip.

Die Produktfamilie des eReaders Kindles ist die Basis des heutigen E-Book Markt. Neben Amazon gibt es nur einige wenige eReader-Anbieter und keinen der diese Nutzerzahlen auf dem Gerät und in der digitalen Welt vorhalten kann. Jeff Bezos weiß, jedes E-Book erhöht die Bedeutung von Amazon im Buchmarkt, schafft Unabhängigkeit von Verlagen und … von jedem verkauften E-Book auf einem Kindle-Gerät erhält Amazon 30% Umsatzbeteiligung. Da lohnt sich die Subvention des eReaders nach dem Rockefeller-Prinzip (wikipedia). Bei diesen Aussichten sind 7 Mio. US-Dollar Verlust bei knapp 16 Milliarden US-Dollar Umsatz verkraftbar.

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Neue Lesegeräte werden den Markt für E-Books weiter beflügeln

Amazon startet zum Weihnachtsgeschäft mit drei neuen Modellen des Kindle durch und Google präsentiert sein neues Nexus 7, das sich ebenfalls als optimales e-Reading Tablet eignet (lesen.net, allesebook.de). Das neben dem Käufermarkt, das Verleihen von E-Books fokussiert wird, zeigt das Interesse der Platzhirsche an der Steigerung der Nutzungsintensität digitaler Produkte. Den wer leiht, wird mittelfristig auch kaufen.

Auch Kobo legt vermutlich einen Nachfolger des Kobo Glo auf (allesebook.de, computerbild,de) und möchte damit den Erfolgskurs weiter fortsetzen.

Der Zusammenhang zwischen der Verbreitung von E-Readern und Tablets mit dem Wachstum des E-Book-Marktes ist unumstritten. Der weitere Ausbau der Produktfamilien beim Kindle und die Produktneuheiten beim Google Nexus und Kobo versprechen eine gute Basis für einen weiteren Wachstumsschub im E-Book-Markt.

 

 

Google startet den E-Book-Verleih mit digitalen Fachbüchern

Anfang des Monats wurden Pläne bekannt, dass  Google den eigenen E-Book-Store um eine Verleih-Option ergänzen möchte. Zum Start wird die Zielgruppe der Schüler und Studenten avisiert und digitalen Fachbücher verliehen.

Google verkündetet am Mittwoch, dass ein großes Sortiment an digitalen Fachbücher ab August verkauft und verliehen werden soll.  Google hat  Verträge mit den fünf großen US-Fachbuchverlagen (Pearson, Wiley, Macmillian Higher Education, McGraw-Hill und Cengage Learning) abgeschlossen.

Buchreport.de

Sind Rezensionsauszüge lizensierungspflichtig?

buch.de und FAZ liegen im Clinch wegen der Nutzung von Kurzkritiken. Die Barsortimenten von denen auch andere Online-Shops  die Rezensionen bezogen haben sind Buch.de in der rechtlichen Auseinandersetzung beigetreten.  Im Grundsatz geht es darum, dass Rezensionsausschnitte im Rahmen von Online-Angeboten nur genutzt werden können, wenn vorher die Erlaubnis der Zeitung oder Zeitschrift eingeholt wurde. Es zeichnet sich ab, dass das Landgericht München die Auffassung der FAZ teilt.

Rezensionen von bekannten und von der Literaturwelt akzeptierten Medienmarken stellen ein wichtiges Verkaufsförderungsinstrumtent in der digitalen Vermarktung dar. So stellen vorallem die redaktionell erstellten ZEIT, FAZ oder SZ-Rezensionen ein inhaltlich qualitatives Gegengewicht zu den mechanisch generierten Bestseller Rankings des Amazon eigenen Kindle-E-Reader-Stores oder den Massen von communitygenerierten Buchrezensionen der Plattform Goodreads.

Buchreport.de, Boersenblatt.net

 

Amazon’s Preis der Markteroberung: 7 Mio. US-Dollar Verlust und 22% mehr Umsatz

Kein Unternehmer treibt so massiv den E-Book Markt voran wie Jeff Bezos. Der Gründer und CEO von Amazon bereitete mit seinem Kindle den Markt der eReader und subventioniert seit Einführung  des Kindles damit den Lesermarkt für elektronische Bücher. Die massive Verbreitung und Nutzung der Kindle Geräte erlaubt Amazon den Eintritt in das Selfpublishing Segment: Warum sollte ein Autor nicht direkt bei Amazon seine Werke über das Kindle absetzen, wenn hier doch der Löwenanteil der E-Book-Verkäufte stattfindet. 

Die Subventionierung macht sich nun zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte mit einem Verlust bemerkbar: 7 Mio. US-Dollar Verlust weißt Amazon im 2. Geschäftsquartal aus. Bei spektakulären 15,7 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Aktuelle Berichte unter boersenblatt.net, buchreport.de, thebookseller.com, digitalbookworld.com, lesen.net