Jeff Bezos Neuerwerb: Gemischte Gefühle?!

Jeff Bezos ist Unternehmer durch und durch. Er erkennt die Chancen in Märkten und geht bewusst Risiken ein, um Märkte zu verändern. Letzte Woche sorgt Amazons Gründer und CEO für eine wahre Medienwelle mit dem Kauf der Washington Post. Fragen und Befürchtungen werden geäussert, aber auch Hoffnungen und Chancen gesehen. Wenn „einer“ wie Jeff Bezos – der Inbegriff des eCommerce und damit der digitalen Welt – eine Zeitung kauft, muss er doch großes Vorhaben. Auch wenn der Selfmade Man klar betont, dass Jeff Bezos nicht Amazon ist und Jeff Bezos die Washington Post gekauft hat, so ist diese Trennung doch schwer vorstellbar. Zu sehr sind die Geschicke und Erfolge des eCommerce-Konzerns mit der Person selbst verbunden.

Ein Ausschnitt aus den Presse News der letzten Woche zeigt, wie unterschiedliche die Meinungen zu seinem Neuerwerb sind:

Via dem Mediendienst Turi2.de

Jeff Bezos wird die „Washington Post“ ins digitale Zeitalter führen und dabei Amazon als digitale Vertriebsplattform nutzen, glaubt die „FAZ“. Denn: „Bezos ist Amazon“, Privatmann hin oder her. Ob Bezos die publizistischen Werte der „Post“ aufrecht erhalten kann, werde sich spätestens bei der Berichterstattung über Amazon zeigen.
faz.net, „FAZ“ S. 1 + S. 3

Amazon hat alles, was es braucht, um der „Washington Post“ eine digitale Zukunft zu sichern, glaubt Karsten Lohmeyer: Millionen Kunden, Marktmacht im Web, ein populäres Lesegerät, ein Bezahlsystem und tausende Autoren. Auch Ulrike Langer traut Bezos einiges zu.
lousypennies.demedialdigital.de

Verlegerfamilien als Garant für publizistische Werte sind offensichtlich out, glaubt Andreas von Gunten nach dem Verkauf der „Washington Post“. Womöglich sei ein „rastloser Gründer und Visionär“ wie Jeff Bezos ja der bessere Verleger als eine „Verlegerfamilie, die nach 80 Jahren ihren Unternehmergeist verloren hat und lieber Kasse macht“.
andreasvongunten.com

Jeff Bezos wird für Amazon durchaus Vorteile ziehen aus dem Kauf der „Washington Post“, glaubt Christoph Keese. Zum Beispiel könnte er Rezensionen der Journalisten bei Amazon einstellen. Eine kritische Berichterstattung über Amazon dürfte der Vergangenheit angehören, vermutet der Springer-Mann.
presseschauder.de

Watergate-Legenden Carl Bernstein und Bob Woodward begrüßen den Verkauf der „Washington Post“ an Amazon-Chef Jeff Bezos. Bezos habe „das Geld, die Geduld und die visionäre Begabung“, um die Zeitung wieder erfolgreich zu machen, sagt Pulitzerpreisträger Woodward.
faz.net

Jeff Bezos muss nicht unbedingt der Retter der „Washington Post“ sein, fürchtet Peter Preston. Dem Amazon-Milliardär könnte es um Einfluss auf die Politik gehen. Preston früchtet sogar „türkische Verhältnisse“.
theguardian.com

Englischsprachige Presse

Ist Amazon asozial?
digitalbookworld.com

5 Dinge die Jeff Bezos anpacken sollte, um das sinkende Schiff „Washington Post“ zu retten.
gigaom.com

Eisberg kauft Titanic
gigaom.com

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s