Amazon und HTC: Smartphone für die breite Masse

Die Spekulationen um ein eigenes Amazon Smartphone verdichten sich. Laut Financial Times plant der eCommerce Gigant gemeinsam mit HTC den Smartphone-Markt aufzumischen. Wann das Smartphone kommen soll, ist nicht bekannt. Vor 2014 soll es jedoch keinen Marktstart geben. Das Gerät soll den Spekulationen zufolge sehr billig oder sogar kostenlos abgeben werden. Ziel ist es die Nutzung der Amazon Shops zu steigern und Nutzer zu binden. Mit dem Kindle hat Amazon bereits bewiesen, dass eine Subventionierung des Zugangsgerätes einen Markt massiv entwickeln kann.

finanznachrichten.dehandelsblatt.com

Von 1- bis 5-Sterne: Die Bedeutung der Leser-Rezensionen

Der Fachdienst digitalbookworld.com berichtet über die derzeit viel diskutierten Rezensionen von Buch-Communities wie Goodreads oder auf Amazon. Die Bewertungen helfen die Sichtbarkeit der Bücher zu erhöhen und können so den Abverkauf fördern. Rund um die Rezensionen hat sich ein großer Markt an Dienstleistungen entwickelt. So könne positive „Reviews“ erkauft werden und wie im Falle des Selfpublishing Erfolgsautors John Locke eine überaus erfolgreiche Investition sein.

Für Autoren der traditionellen Verlagshäuser haben die Bewertungen hingegen einen weitaus geringeren Stellenwert. Ihre Bücher sind meist die, mit den meisten positiven bzw. 5 Sterne Bewertungen. So wurde der Roman der Harry Potter Autorin J.K. Rowling zunächst unter dem Pseudonym Robert Galbrieth veröffentlich und blieb nahezu unbeachtet. Als die Veröffentlichung als Pseudonym „entlarvt“ wurde, wurde das Buch über Nacht mit 5-Sterne Bewertungen auf Amazon und Goodreads überhäuft.

Der Review Markt ist nahezu unreguliert und bietet Chancen, aber auch Risiken. Für die Autoren und Buch-Marketer ist es umso wichtiger diese selbst zu steuern. Eine Anleitung, wie man mit schlechten Leser-Rezensionen umgeht liefert digitalbookworld.com direkt mit.

digitalbookworld.com

Nook Media plant noch 2013 die internationale Expansion – Shareholder fordern neue eReader Strategie

Die Digitalsparte des schwächelnden US-Buchhändlers Barnes & Noble plant noch dieses Jahr die internationale Expansion. Mit Unterstützung von Microsoft plant B&N bis Ende des Geschäftsjahres im April 2014 den eReader Nook in zehn Ländern präsent zu haben (boersenblatt.net).

Der englisch Branchendienst „TheBookseller“ titelt parallel „Shareholders grill B&N on Nook strategy“: Einer der größten Anteilseigner Liberty Media (17% Anteil) gibt klar zu verstehen, dass keiner vom Verlauf des Nook-Geschäft begeistert ist und fordert eine neue eReader Strategie (thebookseller.com, gigaom.com)

Eine internationale Expansion des Nook eReaders könnte ein zusätzliches Gegengewicht zu Amazons Kindle Marktmacht schaffen. Neben dem Kindle Portfolio gibt es eine überschaubare Anzahl ernstzunehmender eReader Hersteller (Kobo, Sony, Tolino). Mehr Vielfalt kommt dem Wachstum des E-Book-Marktes zu gute.

Amazon bringt neues Kindle Paperwhite mit neuer Display-Technologie

Die Gerüchteküche brodelte bereits und Amazon reagiert und präsentiert die nächste Generation des E-Readers Kindle Paperwhite.Das neue Kindle ist schneller, setzt auf eine neue Display Technik und bietet den neuen Amazon-Service Matchbook an. In Deutschland kann das Gerät bereits bestellt werden. Die Auslieferung ist auf Oktober datiert (boersenblatt.net, lesen.net, allesebook.de, buchreport.de)

„Kindle Matchbook“ ermöglicht den Käufern von gedruckten Büchern das E-Book zu einem Preis zwischen 0 und 2,99 Dollar dazu- oder auch nachzukaufen (cnet.com, computerbild.de).

 

Jeff Bezos Neuerwerb: Gemischte Gefühle?!

Jeff Bezos ist Unternehmer durch und durch. Er erkennt die Chancen in Märkten und geht bewusst Risiken ein, um Märkte zu verändern. Letzte Woche sorgt Amazons Gründer und CEO für eine wahre Medienwelle mit dem Kauf der Washington Post. Fragen und Befürchtungen werden geäussert, aber auch Hoffnungen und Chancen gesehen. Wenn „einer“ wie Jeff Bezos – der Inbegriff des eCommerce und damit der digitalen Welt – eine Zeitung kauft, muss er doch großes Vorhaben. Auch wenn der Selfmade Man klar betont, dass Jeff Bezos nicht Amazon ist und Jeff Bezos die Washington Post gekauft hat, so ist diese Trennung doch schwer vorstellbar. Zu sehr sind die Geschicke und Erfolge des eCommerce-Konzerns mit der Person selbst verbunden.

Ein Ausschnitt aus den Presse News der letzten Woche zeigt, wie unterschiedliche die Meinungen zu seinem Neuerwerb sind:

Via dem Mediendienst Turi2.de

Jeff Bezos wird die „Washington Post“ ins digitale Zeitalter führen und dabei Amazon als digitale Vertriebsplattform nutzen, glaubt die „FAZ“. Denn: „Bezos ist Amazon“, Privatmann hin oder her. Ob Bezos die publizistischen Werte der „Post“ aufrecht erhalten kann, werde sich spätestens bei der Berichterstattung über Amazon zeigen.
faz.net, „FAZ“ S. 1 + S. 3

Amazon hat alles, was es braucht, um der „Washington Post“ eine digitale Zukunft zu sichern, glaubt Karsten Lohmeyer: Millionen Kunden, Marktmacht im Web, ein populäres Lesegerät, ein Bezahlsystem und tausende Autoren. Auch Ulrike Langer traut Bezos einiges zu.
lousypennies.demedialdigital.de

Verlegerfamilien als Garant für publizistische Werte sind offensichtlich out, glaubt Andreas von Gunten nach dem Verkauf der „Washington Post“. Womöglich sei ein „rastloser Gründer und Visionär“ wie Jeff Bezos ja der bessere Verleger als eine „Verlegerfamilie, die nach 80 Jahren ihren Unternehmergeist verloren hat und lieber Kasse macht“.
andreasvongunten.com

Jeff Bezos wird für Amazon durchaus Vorteile ziehen aus dem Kauf der „Washington Post“, glaubt Christoph Keese. Zum Beispiel könnte er Rezensionen der Journalisten bei Amazon einstellen. Eine kritische Berichterstattung über Amazon dürfte der Vergangenheit angehören, vermutet der Springer-Mann.
presseschauder.de

Watergate-Legenden Carl Bernstein und Bob Woodward begrüßen den Verkauf der „Washington Post“ an Amazon-Chef Jeff Bezos. Bezos habe „das Geld, die Geduld und die visionäre Begabung“, um die Zeitung wieder erfolgreich zu machen, sagt Pulitzerpreisträger Woodward.
faz.net

Jeff Bezos muss nicht unbedingt der Retter der „Washington Post“ sein, fürchtet Peter Preston. Dem Amazon-Milliardär könnte es um Einfluss auf die Politik gehen. Preston früchtet sogar „türkische Verhältnisse“.
theguardian.com

Englischsprachige Presse

Ist Amazon asozial?
digitalbookworld.com

5 Dinge die Jeff Bezos anpacken sollte, um das sinkende Schiff „Washington Post“ zu retten.
gigaom.com

Eisberg kauft Titanic
gigaom.com

Der Sommer der E-Book Preiskämpfe

Der Kampf um die E-Book-Preise hat diese Woche einen Höhepunkt in UK erreicht. Zunächst hatte die US Plattform Overstock damit geworben, die Preise von Hardcovers unter Amazons Preis zu verkaufen. Amazon reagierte mit der sofortigen Anpassung der Preise auf das Preisniveau von Overstock. Danach startete Barnes & Noble’s Nook die “Hot Summer Deals” Promotion und bietet ausgewählte E-Book-Titel für 99 Pence an auch hier zog Amazon UK direkt mit einer Preisanpassung des eigenen Sortimentes nach.Nook U.K.’s Promotion umfasst 114 Titel zwischen 0,30 GBP und 9,99 GBP. 33 der Titel werden zum Preis von 0,99 GBP angeboten darunter auch Bestseller

Das Allsortimenter in den US und UK die Buchpreis-Aktionen mit dem Ziel einsetzen, Nutzer dazu zu bewegen neben dem Buch ein weiteres Produkt in den Warenkorb zu legen (was sicherlich auch gelingt), ist gelernt. Die Preissenkungen bei E-Books und noch dazu reinen E-Book-Plattformen wie dem Nook, haben jedoch aufgrund der fehlenden additiven Produkte im Sortiment nur die Senkung des allgemeinen Preisniveaus als Folge und somit negative Auswirkung auf den Gesamtmarkt.

gigaom.com, buchreport.de, thebookseller.com

Preisaktion gegen Amazon

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